Analyse von außen

Trumps gewalttätige neue Monroe-Doktrin 

„Wir werden einfach Leute töten, die Drogen in unser Land bringen“, sagte US-Präsident Donald Trump kürzlich Reportern im Weißen Haus. Seine Regierung hat bereits damit begonnen, mit Luftangriffen in der Karibik und im östlichen Pazifik mutmaßliche Drogenschmuggelschiffe zu zerstören und die Menschen an Bord zu töten – mindestens 64 Menschen bis jetzt. Da Trump nun damit droht, ähnliche Operationen an Land durchzuführen, werden die Konturen einer gewalttätigen neuen außenpolitischen Doktrin der USA immer schärfer.

Proteste gegen die US-Luftangriffe in der Karibik

Proteste gegen die US-Luftangriffe in der Karibik Foto: Federico Parra/AFP

Diese neue Doktrin erinnert an die Doktrin, die Präsident James Monroe 1823 formulierte, wonach die USA jede ausländische Intervention auf dem amerikanischen Kontinent – insbesondere den europäischen Kolonialismus in Lateinamerika – als feindlichen Akt betrachten würden. Im Jahr 1905 erweiterte Präsident Theodore Roosevelt diesen Gedanken mit seiner „Ergänzung zur Monroe-Doktrin“, die besagte, dass die USA in Ländern der westlichen Hemisphäre „die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung und den Schutz von Leben und Eigentum“ trügen.

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