USA

Trumps „goldenes Zeitalter“ kommt nicht bei den Menschen an

Der US-Präsident hatte ein „goldenes Zeitalter“ für sein Land angekündigt. Doch steigende Preise für Sprit, Strom und Lebensmittel verhageln vielen Amerikanern die Stimmung. Bei den Zwischenwahlen zum Kongress droht den Republikanern eine Schlappe.

US-Präsident Donald Trump am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wasilla, Alaska

US-Präsident Donald Trump am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wasilla, Alaska Foto: AFP/Kent Nishimura

An einem Montag im Oktober steht Donald Trump auf der Bühne des Pinnacle Bank Expo Center, eine Messehalle in Grand Island im US-Bundesstaat Nebraska. Tausende Anhänger sind zur Wahlkampfveranstaltung der Republikaner kurz vor den Zwischenwahlen zum Kongress gekommen. Es ist ein Heimspiel für den Präsidenten. Vorn hängt ein großes Sternenbanner. An der Wand prangt ein blaues Band mit der Aufschrift „Make America Great Again“ – der Schlachtruf, der Trump 2024 zum zweiten Mal ins Weiße Haus getragen hat. Wenn es nach dem Präsidenten geht, hat er selbst nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt. „Tut so, als stünde ich auf dem Stimmzettel“, fordert er seine Fans in Nebraska auf. Und er macht üppige Versprechungen: „Sehr bald wird der Iran-Krieg vorbei sein, dann werden die Ölpreise einbrechen. Sie werden niedriger sein als vor dem Krieg.“

Die Worte klingen eher nach Selbstbeschwörung. Selbst in Nebraska, das als verlässliche Hochburg der Republikaner gilt, ist Trumps Politgemälde kein Selbstläufer mehr. Der amtierende republikanische Senator Pete Ricketts liegt in Umfragen nur knapp vor dem Gewerkschaftsführer Dan Osborn, der als Unabhängiger antritt. In dem Bundesstaat, der für Rinderzucht sowie Maisanbau bekannt ist, macht sich zunehmend Skepsis breit. Wie im ganzen Land. Das „goldene Zeitalter“, das Trump bei seiner Amtseinführung im Januar 2025 versprochen hatte, ist im Alltagsleben vieler Amerikanerinnen und Amerikaner nicht angekommen.

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