Leder aus Südafrika
Trumps Zölle treffen auch Cowboystiefel-Hersteller in Texas
Cowboystiefel „made in the USA“ haben Kultstatus. Doch die wahrscheinlich ab der kommenden Woche geltenden US-Zölle in Höhe von 30 Prozent auf Importe aus Südafrika dürften die Stiefelhersteller in den USA vor Probleme stellen: Namhafte Hersteller aus Texas beziehen das Straußenleder für ihr Schuhwerk ausschließlich aus einem kleinen südafrikanischen Ort namens Oudtshoorn, bekannt als „Straußen-Hauptstadt“ der Welt.
Der Straußenzüchter Laubscher Coetzee würdigt die Textur der Straußenhaut Foto: AFP/Gianluigi Guercia
Oudtshoorn liegt 400 Kilometer östlich von Kapstadt in der Halbwüstenlandschaft Kleine Karoo. Dort leben etwa hunderttausend Menschen – und ungefähr genauso viele Strauße. Das Klima sei günstig für die Vögel, sagt Straußenfarmer Laubscher Coetzee. Und für den Anbau von Pflanzen ist die Kleine Karoo nicht geeignet. „Es hat schon seinen Grund, dass wir hier seit 200 Jahren Strauße züchten.“