USA

Trumps Milliarden-Diplomatie: Wenn Außenpolitik und Kriege zum Geschäft werden

Ob Venezuela oder Ukraine-Krieg: Für Donald Trump & Co. geht es immer auch um Profit. Bald könnten Vermögenswerte des russischen Energiekonzerns Lukoil an Geschäftspartner der Trump-Familie verkauft werden.

US-Präsident Donald Trump versucht, aus außenpolitischen Deals finanziell Kapital zu schlagen

US-Präsident Donald Trump versucht, aus außenpolitischen Deals finanziell Kapital zu schlagen Foto: AFP

Die Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump lässt sich in Dollars bemessen. Milliardengeschäfte sind die Königsklasse. Ende August sicherten sich die Vereinigten Staaten 65 Milliarden Barrel der nachgewiesenen Ölreserven Venezuelas – der Marktwert beträgt mehr als vier Billionen Dollar. Das ist rund ein Fünftel der Vorkommen des südamerikanischen Landes. Profitieren sollen vor allem die Energiekonzerne in Texas, die in der Vergangenheit viele Millionen Dollar für Trumps Wahlkämpfe gespendet haben.

Auch mit Blick auf Grönland hat sich Trumps Druck ausgezahlt. Das im September mit Dänemark und Grönland unterzeichnete Abkommen räumt den USA bei sensiblen Investitionen auf der rohstoffreichen Arktisinsel ein Vetorecht ein. Nutznießer beim Abbau von Seltenen Erden, Grafit, Kupfer oder Nickel sind auch amerikanische Unternehmen. Immerhin hat Trump von seiner Drohung Abstand genommen, Grönland zu annektieren oder zu kaufen.

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