UN-Generalversammlung
Trump lobt sich selbst und droht dem Iran mit der „Hölle“
Die Rede des US-Präsidenten Donald Trump vor den Vereinten Nationen verlief, wie man sie nicht anders von Trump hätte erwarten können: vor allem viel Selbstlob für sich und die USA sowie viele falsche Darstellungen und Beleidigungen für die Dauergegner wie den Iran und Kuba.
US-Präsident Donald Trump spricht zu Beginn der UN-Generalversammlung bei den Vereinten Nationen Foto: Michael Kappeler/dpa
„Amerika ist wieder zurück und unser Land so stark wie nie“, waren einige der ersten Worte Trumps vor den Delegationen aus aller Welt in New York. Und die Zukunft der USA sei „sehr, sehr glänzend“. Trump lobte, dass mehr Amerikaner beschäftigt seien als je zuvor, mehr als 1,5 Millionen Bürger in einem Jahr aus der Armut geführt wurden und die Einkommen besser seien als jemals. Die Investitionen seien nirgends in der Welt so hoch wie in den USA. „Vor zwei Jahren war unser Land tot, jetzt ist es das beliebteste Land der Welt“, meinte Trump. Die illegale Einwanderung sei auf „null“, die Mordraten im Land auf dem niedrigsten Stand seit 100 Jahren, die Kriminalität sei um 80 Prozent zurückgegangen.
Der Iran habe 51 Jahre lang Chaos gestiftet. Nun könne das Land einen Deal mit ihm eingehen, um das „großartigste Land“ in der Region zu werden, oder aber er werde die Islamische Republik „in die Hölle schicken“, sagte er. „Ich glaube, wir werden ein Abkommen direkt nach der Wahl schließen“, sagte Trump mit Blick auf die Anfang November stattfindenden Zwischenwahlen zum US‑Kongress. Er werde aber dafür sorgen, dass der Iran niemals die Atombombe erhalte, sagte der US-Präsident, was mit während seiner Rede nur wenig vorkommendem Applaus begleitet wurde.