USA
Trump ermutigt Briefwähler zu versuchter doppelter Stimmabgabe
Zwei Monate vor der Wahl in den USA zieht Präsident Trump weiter gegen die Briefwahl ins Feld – nun auch mit einem fragwürdigen Vorstoß. Trump-Herausforderer Biden reist nach Kenosha, um dort einen Kontrapunkt zum Besuch des Präsidenten zu setzen.
Donald Trump spricht während einer Wahlkampfkundgebung auf dem Regionalflughafen Arnold Palmer Foto: Evan Vucci/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump hat Briefwähler bei der Wahl im November zum Versuch einer doppelten Stimmabgabe und damit zu einer potenziell illegalen Handlung ermutigt. Nach US-Bundesrecht kann die Abgabe von mehr als einer Stimme bei einer Präsidentschafts- oder Kongresswahl eine Geldstrafe von bis zu 10 000 Dollar (8450 Euro) und/oder Haft von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen. Trump sagte dem lokalen Sender WECT am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Besuch in Wilmington im Bundesstaat North Carolina, Briefwähler sollten am Wahltag im Wahllokal erneut versuchen zu wählen. Sollte das Briefwahl-System so gut funktionieren, wie von dessen Befürwortern angegeben, „dann werden sie nicht in der Lage dazu sein“.