Großregion
Trierer Direktkandidat zieht nicht ins Parlament ein – AfD erhält in Hinzert-Pölert mehr als 30 Prozent
Politischer Umbruch in Rheinland-Pfalz und im Saarland: Die CDU triumphiert, die SPD stürzt ab, die AfD feiert Zugewinne. Einige Gemeinden im Wahlkreis Trier haben sogar mehrheitlich für die AfD gestimmt.
Bürger am Sonntag auf dem Weg ins Wahlbüro in Kordel bei Trier Foto: dpa/Harald Tittel
2021 lag noch die SPD bei der Bundestagswahl in Rheinland-Pfalz vorn, diesmal reicht es für die Sozialdemokraten nicht einmal für Platz zwei. Rheinland-Pfalz ist im neuen Bundestag in Berlin mit 31 Abgeordneten vertreten – fünf weniger als bisher. 2021 galt noch das alte Wahlrecht, das jedem direkt gewählten Kandidaten ein Direktmandat bescherte. Das hat insbesondere für die Stadt Trier und das Umland Auswirkungen. Den dortigen Wahlkreis gewann zwar der CDUler Dominik Sienkiewicz mit 30,8 Prozent knapp vor seiner SPD-Kontrahentin Verena Hubertz (30,3 Prozent). Das neue Wahlrecht in Deutschland sieht aber vor, dass die Wahlkreiskandidaten nur dann ins Parlament einziehen, wenn ihre Partei auch entsprechend gut bei den Zweitstimmen abschneidet. Und das war in Rheinland-Pfalz nicht der Fall. Gleich drei CDU-Kandidaten ziehen deshalb in dem Bundesland trotz Sieg in ihrem Wahlkreis nicht ins nationale Parlament ein, wie der Trierische Volksfreund berichtet.