Deutschland
„Todfeind“ AfD: Söder äußert sich kritisch zu möglichem Ausschussvorsitz
Die Union und die Brandmauer, eine lange Geschichte mit vielen Wendungen. Nachdem Fraktionsvize Jens Spahn kürzlich einen normalisierten Umgang mit der AfD gefordert hatte, distanziert sich CSU-Chef Söder deutlich von Rechtsaußen.
Sorgt sich um das Ansehen Deutschlands und der Union: der bayerische Ministerpräsident Markus Söder Foto: dpa/Peter Kneffel
In der Debatte über den Umgang mit der AfD hat sich CSU-Chef Markus Söder kritisch dazu geäußert, der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei Vorsitz-Posten in Bundestagsausschüssen zu überlassen. „Ich bin da sehr, sehr zurückhaltend. Ich glaube nicht, dass das eine sehr gute Idee ist“, sagte Söder laut einem vorab verbreiteten Interview in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ von Sonntag. Er sei gegen eine ständige Dämonisierung der AfD und Hysterie in Bezug auf die Partei, sagte Söder weiter, „Aber ich bin auch dagegen, dass wir jetzt Spielregeln so machen, dass die AfD jetzt plötzlich dabei ist und so behandelt wird.“