Schweden
Tauchgang zur Wahrheit: Erstmals wird das Wrack der „Estonia“ offiziell untersucht
Der Untergang der Fähre „Estonia“ im Jahr 1994 ist ein schwedisches Trauma – der vielen Toten und der ungeklärten Umstände wegen. Ab Juli soll das Wrack nun untersucht werden. Ein Wendepunkt.
852 Menschen kamen ums Leben: Das Schiffswrack der 1994 gesunkenen Ostsee-Fähre „Estonia“ soll im Sommer bei neuen Tauchgängen untersucht werden Foto: dpa/Lehtikuva
Es ist ein Wendepunkt in einer alten, aber längst nicht verheilten Wunde. Ab Juli darf das Wrack der „Estonia“ untersucht werden. Die schwedische Havarie-Kommission wird zusammen mit finnischen und estnischen Behörden Tauchgänge zu dem Schiff leiten, das auf dem 80 Meter tiefen Grund der Ostsee liegt. Am Ende soll ein digitales Modell der „Estonia“ erstellt werden. Und vor allem sollen Fragen eine Antwort bekommen.