Großbritannien

Streit um die Parteienfinanzierung: Crypto-Milliardäre unterstützen Nationalpopulisten

Die gigantischen Spenden zweier Crypto-Milliardäre für Nigel Farages nationalpopulistische Reform-Party haben zu Wochenbeginn das Thema Parteispenden auf Platz eins der politischen Tagesordnung Großbritanniens katapultiert.

Der Chef von „Reform UK“, Nigel Farage, und seine Partei werden von zwei Crypto-Milliardären finanziert

Der Chef von „Reform UK“, Nigel Farage, und seine Partei werden von zwei Crypto-Milliardären finanziert Foto: Oli Scarff/AFP

Die Unterstützung stelle „eine Krise unserer Demokratie“ dar, glaubt Paul Nowak vom Gewerkschaftsbund TUC, schließlich stehe die derzeit größte Oppositionspartei „zum Verkauf“. Die Labour-Regierung unter Premierminister Andy Burnham erwägt Beschränkungen für individuelle Parteispenden.

Nachdem der bis vor Kurzem in Hongkong lebende Ben Dalo seine Aufwendung von 36 Mio. Pfund (42 Mio. Euro) öffentlich gemacht hatte, legte tags darauf Christopher Harborne, ein britisch-thailändischer Doppelstaatsbürger, dieselbe Summe auf den Reform-Tisch. Damit solle „Chancengleichheit“ mit den etablierten Parteien hergestellt werden, argumentieren beide übereinstimmend. Die Gesamtsumme entspricht etwa zwei Dritteln des Geldes, das alle politischen Parteien im Vorfeld der jüngsten Unterhauswahl 2024 aufgewendet haben.

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