Westbalkan

Steht die EU vor einer Einigung mit den Balkanspediteuren?

Die ab Montag geplanten Lkw‑Blockaden der Schengengrenzen auf dem Westbalkan wurden „vorläufig“ abgesagt.

Zu einer solchen Blockade wie im Januar an der Grenze zwischen Serbien und Kroatien kommt es erst einmal nicht

Zu einer solchen Blockade wie im Januar an der Grenze zwischen Serbien und Kroatien kommt es erst einmal nicht Foto: AFP

In dem seit Monaten völlig festgefahrenen Streit um die begrenzte Aufenthaltsdauer von Lkw-Fahrern der EU-Anwärter in den Schengenstaaten scheint neue Bewegung zu kommen. Mit dem Verweis auf Fortschritte bei den Verhandlungen mit der EU-Kommission haben die Speditions- und Berufsfahrerverbände in Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien die ab Montag geplanten Lkw‑Blockaden aller Schengengrenzen in der Region am Wochenende „vorläufig“ abgesagt.

Es ist das neue digitale Grenzüberwachungssystem EES, dessen Folgen den Berufsfahrern der EU-Anrainer auf dem Westbalkan seit dessen vollständiger Einführung im April zunehmend zu schaffen machen. Die Regelung, dass Lkw-Fahrer aus dem EU-Wartesaal – ähnlich wie Touristen – nur 90 von 180 Tagen im Halbjahr im Schengenraum verbleiben dürfen, ist zwar nicht neu, wird aber seit der Einführung von EES wesentlich rigider angewandt.

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