Tunesien

Staatschef entlässt weitere führende Köpfe aus staatlichen Institutionen

In Tunesien verschärft sich die politische Krise weiter: Wenige Tage nach der Entmachtung der Regierung tauschte Staatschef Kaïs Saïed die Spitzen weiterer staatlicher Institutionen aus.

Präsident Kaïs Saïed (l.) sieht sein Handeln durch die Verfassung gedeckt, Ennahdha-Gründer Rached Ghannouchi nicht

Präsident Kaïs Saïed (l.) sieht sein Handeln durch die Verfassung gedeckt, Ennahdha-Gründer Rached Ghannouchi nicht Fto: AFP/Fethi Belaid/Eric Piermont

Während international die Sorge um Tunesiens junge Demokratie wächst, zeigte sich Parlamentschef Rached Ghannouchi von deren Widerstandsfähigkeit überzeugt. Den „antidemokratischen Kräften“ werde es nicht gelingen, „Tunesien zurück in eine Diktatur zu verwandeln“, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Saïed hatte am Sonntag Regierungschef Hichem Mechichi abgesetzt und die Aussetzung der parlamentarischen Arbeit sowie die Aufhebung der Immunität aller Abgeordneten angeordnet. Während der Präsident betonte, sein Handeln stehe im Einklang mit der Verfassung, sprach die islamistisch geprägte Regierungspartei Ennahdha von einem „Putsch“. Der Präsident habe „mit undemokratischen Kräften“ gemeinsame Sache gemacht, um „die Verfassungsrechte der gewählten Amtsträger auszuhebeln“.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kultgetränk

Capri-Sun fordert Rückkehr zu Plastikstrohalmen

Ölmarkt

Opec+ erhöht nach Austritt der Emirate Öl-Förderquote

Scharfe Kritik Spaniens

Zwei Aktivisten von Gaza-Hilfsflotte in Israel in Gewahrsam

;