Unesco-Kulturerbe
Spektakel des Jahrzehnts: Belgien feiert Parade mit Riesenpferd
In einer kleinen belgischen Gemeinde unweit von Brüssel wird am Wochenende ein Spektakel erwartet. Eine Parade, die Unesco-Kulturerbe ist und nur alle zehn Jahre stattfindet. Die Tradition ist an eine Sage angelehnt.
Die vier Haimonskinder sitzen auf dem sogenannten Ross Bayard und erheben ihre Schwerter. In einer kleinen belgischen Gemeinde namens Dendermonde finden die letzten Trainingseinheiten vor der großen Parade am kommenden Sonntag statt. Foto: dpa/Philipp Znidar
Nass geschwitzt und sichtlich erschöpft kommt Tom Boone aus einem riesigen Holzpferd heraus. Zusammen mit elf weiteren Männern hat er das knapp 800 Kilogramm schwere Ross die Straße entlang getragen. Hinzu kam das Gewicht von vier Jungen, die auf dem Rücken des Pferdes saßen. Ihr Platz ist heiß begehrt und nicht einfach zu ergattern. Eine der Bedingungen: Das Quartett muss aus vier Brüdern bestehen, die aufeinanderfolgend geboren worden sind.