Serbien
Später Feldzug gegen den Kommunismus treibt in Belgrad bizarre Blüten
In Serbien treibt der späte Feldzug von Belgrads Oberbürgermeister gegen den längst untergegangenen Kommunismus immer merkwürdigere Blüten. So will er rote Autobusse nun blau umfärben lassen: Mehr als an umgefärbten Vehikeln wäre vielen indes an pünktlichen Bussen gelegen.
Josip Broz Tito gibt es auch als Tattoo, doch auch das wird dem Belgrader Oberbürgermeister nicht gefallen Foto: AFP/Andrej Isakovic
Spät Konvertierte sind immer besonders eifrig bei der Sache. In Serbien hatte beispielsweise der Belgrader Oberbürgermeister Aleksandar Sapic einst seine politische Karriere bei der linksliberalen DS begonnen. Mittlerweile ist der frühere Wasserballweltmeister Parteigänger der nationalpopulistischen Regierungspartei SNS – und bläst besonders kräftig ins patriotische Horn: Sein verspäteter Feldzug gegen den längst untergegangenen Kommunismus und das ebenso verschwundene Jugoslawien treibt immer merkwürdigere Blüten.