Spanien
Sex-Skandale: Vorwürfe gegen Polizeichef, Politiker und ein nationales Idol
Spanien präsentiert sich international gern als Vorreiter im Kampf gegen Machismo und sexualisierte Gewalt. „Nur Ja heißt Ja“ steht im Gesetz – jede sexuelle Handlung gilt als strafbar, wenn keine ausdrückliche Zustimmung vorliegt. Spezialisierte Gerichte, verschärfte Strafnormen und eine politische Nulltoleranz-Rhetorik sollen zeigen, dass Übergriffe konsequent verfolgt werden.
Ein Aufnahme aus dem Jahr 2019 zeigt den Polizeichef José G. (r.) zusammen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sanchez (2. v.l.) sowie dem spanischen Innenminister Fernando Grande-Marlaska (l.) während eines Besuchs des Hauptquartiers der Polizei in Barcelona Foto: Fernando Calvo/La Moncloa/AFP
Doch nun stehen ausgerechnet jene Institutionen unter Verdacht, die Schutz vor Missbrauch garantieren sollen: die Polizeiführung und die großen Parteizentralen.