EU-Anwärter

Serbien manövriert sich zusehends ins Abseits: Europapolitik der beleidigten Leberwurst

Aus Verärgerung über den selbst verursachten Dauerstillstand bei den EU-Beitrittsverhandlungen hat Serbien letzte Woche den Westbalkan-Gipfel der EU boykottiert. Einen Gefallen tut sich der zunehmend autoritär geführte EU-Anwärter mit seiner Selbstisolierung allerdings keineswegs.

Während Serbiens Präsident Aleksandar Vucic (l.) glaubt, die Interessen seines Landes zu schützen, entfernt er sich immer weiter von einem möglichen EU-Beitritt

Während Serbiens Präsident Aleksandar Vucic (l.) glaubt, die Interessen seines Landes zu schützen, entfernt er sich immer weiter von einem möglichen EU-Beitritt Foto: AFP/Simon Wohlfahrt

Zwei sich selbst vom Beitrittszug abgehängte EU-Anwärter üben sich auf dem Abstellgleis der europäischen Integration trotzig im Schulterschluss. Georgien könne auf „die serbische Stimme zählen“, versicherte Serbiens autoritär gestrickter Staatschef Aleksandar Vucic letzte Woche bei der von ihm als „historisch“ gepriesenen Belgrad-Visite seines ähnlich getakteten Amtskollegen Michail Kawelaschwili – und kündigte die Eröffnung einer Botschaft in Tiflis sowie die verstärkte Kooperation der Rüstungsindustrie beider Staaten an.

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