Erdöl
Seit langem zentraler Streitpunkt zwischen den USA und Venezuela
Es fing im September mit Angriffen auf mutmaßliche Drogenschmuggelboote an, dann blockierten die USA Tanker mit Öl aus Venezuela, jetzt haben sie bei einem Militäreinsatz den langjährigen Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht.
Petroleos de Venezuela (PDVSA) könnte bald mit mehr US-Unternehmen zusammenarbeiten müssen Foto: Federico Parra/AFP
Die Regierung in Caracas sieht darin nichts anderes als den Versuch, „sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien“. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt. Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur IEA waren es im Jahr 2023 rund 17 Prozent der weltweiten Vorkommen, laut Angaben der OPEC waren es 2024 rund 19 Prozent. Auch wenn das venezolanische Öl von geringerer Qualität ist und vor allem für Diesel oder Nebenprodukte wie Asphalt verwendet wird, ist der Rohstoff in den Beziehungen zu den USA schon seit langem Anlass für Konflikte.