Angst vor dem Uranabbau
Schwedische Mitte-Rechts-Regierung hebt Verbot auf
Die schwedische Regierung hat in der vergangenen Woche ein Verbot für Uranabbau aufgehoben – es ist Teil der Abkehr vom Ausstieg aus der Atomkraft. Umweltorganisationen befürchten schwerwiegende Folgen.
Atomkraft braucht Uran: Hier das deutsche Kernkraftwerk Emsland in Niedersachsen Foto: Friso Gentsch/dpa
Weideflächen, Birken- und Fichtenbewuchs, unweit erhebt sich das skandinavische Gebirge mit Neuschnee. In diese Szenerie der schwedischen Kommune Storsjö werden ab Januar nicht nur die Skitouristen anreisen, sondern theoretisch auch die Bagger – der schwedische Reichstag hat vergangene Woche mit der Mehrheit von einer Stimme ein Verbot wieder aufgehoben, in Schweden Uran abzubauen. In der Gegend in Mittelschweden vermutet die kanadische Minengesellschaft District Metals das zweitgrößte Uranvorkommen der Welt. Der Konzern ist bereits Inhaber eines Gebiets, wo 4,3 Milliarden Tonnen sogenannte „Uranressourcen“ im Erdreich enthalten seien.