Deutschland
Sahra Wagenknecht und die Linke – die Genossin will nicht mehr
Sahra Wagenknecht ließ über Jahre die Spekulationen einer Abspaltung und möglichen Neugründung einer Partei ins Kraut schießen. Gewagt hat sie selbst sich nie. Jetzt hat sie angekündigt, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr für die Linke zu kandidieren und rechnet mit der heutigen Parteispitze ab
Sahra Wagenknecht schließt eine erneute Kandidatur für die Linke aus Foto: Reuters/Reinhard Krause
Sahra Wagenknecht hat ihre Grenze gezogen. Sie ist raus. Ohne tatsächlich schon ganz raus zu sein. Eine Frist bleibt der einstigen Frontfrau der Linken noch in ihrer Partei. Und diese Frist ist selbst gesetzt. Bis zur nächsten Bundestagswahl. Dann will die ehemalige Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion nicht mehr für die Linke kandidieren. So jedenfalls hat es die 53-Jährige der Tageszeitung Die Rheinpfalz zuerst erzählt. „Eine erneute Kandidatur für die Linke schließe ich aus.“ Ob sie dann aufhört mit der Politik? Offen. Allerlei Dinge seien dann möglich: Publizistin oder Buchautorin, „oder es ergibt sich politisch etwas Neues“. Mit einer möglichen Parteineugründung war die langjährige Vorzeigefigur der kriselnden Linken immer wieder in Verbindung gebracht worden.