Eskalation
Russland ordnet Entsendung von Truppen in die Ostukraine an
Die Hoffnungen auf eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts scheinen sich zu zerschlagen, jetzt sollen russische Soldaten in den Osten des Landes einrücken. Der Westen will Sanktionen verhängen – doch lässt sich Kremlchef Putin davon beeindrucken?
Donezk: Menschen schwenken russische Nationalfahnen und feiern die Anerkennung der Separatistengebiete in der Ostukraine durch Russland. Der russische Präsident Putin hat die beiden Regionen Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine als unabhängige „Volksrepubliken“ anerkannt. Alexei Alexandrov/AP/dpa
Allen Warnungen des Westens zum Trotz hat der russische Präsident Wladimir Putin die Entsendung von Truppen in den umkämpften Osten der Ukraine befohlen. Die Einheiten sollen in den selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk für „Frieden“ sorgen, wie es in einem Dekret heißt, das der Kremlchef am Montagabend in Moskau unterzeichnete. Zugleich erkannte Putin die beiden von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete, die völkerrechtlich zur Ukraine gehören, als unabhängige Staaten an. Wann die russischen Soldaten dort einrücken, blieb zunächst unklar. Die USA und die EU protestierten und kündigten Strafmaßnahmen an.