Ukraine-Krieg

Russland braucht mehr Soldaten – ein neues Gesetz lässt jetzt auch 65-Jährige an die Front

In einem Schnellverfahren stimmt das russische Parlament für die Aufhebung der Altersgrenze für Vertragssoldaten. Die Gesetzesänderung dient einer verdeckten Mobilmachung im Land.

Verletzte russische Soldaten bekommen Besuch von ihrem Präsidenten – durch ein neues Gesetz kann jeder bis zum Alter von 65 Jahren in den Krieg ziehen

Verletzte russische Soldaten bekommen Besuch von ihrem Präsidenten – durch ein neues Gesetz kann jeder bis zum Alter von 65 Jahren in den Krieg ziehen Foto: AFP/Mikhail Metzel

„Wir müssen die Sicherheit unseres Landes schützen, wir müssen schnell handeln“, sagt Andrej Krassow, ein Abgeordneter der russischen Regierungspartei „Einiges Russland“ am Rednerpult in der Staatsduma in Moskau. Schnell handeln die Parlamentarier tatsächlich und stimmen geschlossen einer Gesetzesänderung zu, wonach die Altersgrenze für Vertragssoldaten aufgehoben werden soll. Demnach können nun „alle Bürger arbeitsfähigen Alters“ – das heißt bis 65 Jahre – auf Vertragsbasis bei der russischen Armee dienen. So kann die russische Staatsmacht mehr Soldaten für die Front in der Ukraine rekrutieren, um trotz massiver Verluste, ihre „Ziele“ zu erreichen und den „Plan“ zu erfüllen, von dem der russische Präsident Wladimir Putin stets spricht, ohne dass er die Worthülsen mit Inhalt füllen würde.

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