Internationaler Gedenktag

Rund 900 Holocaust-Überlebende starben 2020 an Corona

Rund 900 Holocaust-Überlebende sind nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr in Israel nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt starben im Jahre 2020 rund 17 000 Holocaust-Überlebende, wie Israels Zentrales Statistikbüro am Dienstag mitteilte. Rund 3300 Menschen starben in Israel im vergangenen Jahr nach einer Corona-Infektion, etwa ein Viertel davon Holocaust-Überlebende.

Rabbiner Shaul Nekrich nimmt an einer Zeremonie im Bundestag zur Vervollständigung der historischen Sulzbacher Torarolle von 1792, die 2013 wiederentdeckt und gerade restauriert wurde, am 76. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teil. 

Rabbiner Shaul Nekrich nimmt an einer Zeremonie im Bundestag zur Vervollständigung der historischen Sulzbacher Torarolle von 1792, die 2013 wiederentdeckt und gerade restauriert wurde, am 76. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teil.  Odd Andersen/AFP POOL/dpa

Bei rund 5300 Holocaust-Überlebenden sei eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, 17 Prozent seien daran gestorben. Alle Holocaust-Überlebenden seien über 75 Jahre alt, rund 17 Prozent davon über 90. Ingesamt betrug die Zahl der Holocaust-Überlebenden in Israel demnach zum Ende des Jahres 2020 rund 179 600. Die Zahlen wurden anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktag am Mittwoch veröffentlicht.

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