Militäreinsatz
Rückzug der Franzosen und Europäer aus Mali rückt näher
Vor neun Jahren ließ der damalige französische Präsident François Hollande sich in Timbuktu als Befreier feiern. Französische Soldaten hatten den Ort im Norden Malis vor dschihadistischen Gruppen geschützt. Inzwischen ist die französische Armee in dem westafrikanischen Land nicht mehr willkommen, weder bei der Militärjunta noch bei der Bevölkerung. Es wird damit gerechnet, dass Präsident Emmanuel Macron den Rückzug ankündigt.
Ein Malier trägt eine russische Flagge während einer Parade im Januar. Während Russland seine militärische Präsenz in Mali ausbaut, dürften sich die Europäer zurückziehen. Foto: Florent Vergnes/AFP
Dies würde unweigerlich auch die übrigen internationalen Einsätze betreffen, die sich derzeit in Mali überlappen. An zweien von ihnen, dem UN-Einsatz Minusma und an der EU-Ausbildungsmission EUTM, ist die deutsche Bundeswehr mit derzeit etwa 1.300 Soldaten beteiligt. Und es wird wohl auch das Ende der europäischen Task Force Takuba bedeuten, die Macron als Kernelement der gemeinsamen Verteidigung besonders am Herzen lag. Zu Takuba zählten unter anderem tschechische und estnische Soldaten.