Rechte verletzt
Rom stoppt Auslieferung von Nord-Stream-Verdächtigem
Die Bundesanwaltschaft hält einen 49 Jahre alten Ukrainer für den Drahtzieher der Anschläge auf die Gas-Pipelines. Er soll deshalb in Deutschland vor Gericht. Italien bremst jedoch.
Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der ehemaligen Ostseepipeline Nord Stream 2 und der Übernahmestation der Ferngasleitung Eugal Foto: Stefan Sauer/dpa
Die Pläne für einen baldigen Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge auf die Nord-Stream-Gasleitungen 2022 in der Ostsee vor einem deutschen Gericht haben sich zerschlagen. Die Auslieferung des 49 Jahre alten Ukrainers an Deutschland wurde vom höchsten italienischen Gericht wegen Verfahrensmängeln überraschend gestoppt. Der Mann war im August während des Sommerurlaubs in Italien festgenommen worden. Ungewiss ist, wann es mit dem juristischen Verfahren nun weitergeht.