Lateinamerika

Rollback gegen den Umweltschutz

Der Doppelkontinent leidet enorm unter Dürren und Überschwemmungen, wohl bald verstärkt durch El Nino. Doch Politiker wie Argentiniens Präsident Javier Milei scheren sich nicht um Klima und Umwelt.

Gletscher Perito Moreno am Lago Argentino in Patagonien mit blauem Eis und bewölktem Himmel

Der Gletscher Perito Moreno am Lago Argentino in Patagonien Foto: Luca Galuzzi

Wer ihn erlebt, spürt Ehrfurcht. Mächtig erhebt sich der Gletscher im patagonischen Nationalpark Los Glaciares: 30 Kilometer lang und 50 Meter hoch ist der Perito Moreno. Sein Eis funkelt in der Sonne. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen brechen Stücke von ihm weg und stürzen in den Lago Argentino. Das Naturschauspiel gehört zu den Touristenattraktionen in der Provinz Santa Cruz Süden Patagoniens.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gletschern hat sich der Perito Moreno lange Zeit nicht zurückgezogen. Doch nach jüngsten Untersuchungen hat er in den vergangenen sieben Jahren rund 1,9 Quadratkilometer an Fläche verloren. Die Dicke des Gletschers lässt mittlerweile bis acht Meter jährlich nach. Dass der Lago Argentino einmal Schauplatz einer Sportveranstaltung für Extremschwimmer werden könnte, übertrifft alle Befürchtungen von Umweltschützern. Denn die in der Nähe des Eisfeldes liegende Kleinstadt El Calafate will den Winter Swimming World Cup austragen, was verheerende Auswirkungen auf die Natur in dem Nationalpark haben könnte.

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