Standpunkt

Rettung für die Generation Corona

Zu allem Überfluss hat uns die Covid-19-Pandemie auch noch einen globalen Bildungsnotstand beschert. Da über eine Milliarde Kinder aufgrund von Social Distancing und Lockdowns nicht in die Schule gehen, droht die Krise eine „Generation Corona“ zu hinterlassen, deren Zukunftsaussichten irreparabel geschädigt wurden.

Schulkinder suchen in den bolivianischen Anden nach einem Handysignal, um ihre Aufgaben herunterladen: Schätzungsweise 30 Millionen Kinder werden nach der Corona-Krise nicht wieder zur Schule gehen können

Schulkinder suchen in den bolivianischen Anden nach einem Handysignal, um ihre Aufgaben herunterladen: Schätzungsweise 30 Millionen Kinder werden nach der Corona-Krise nicht wieder zur Schule gehen können Foto: AFP/Carlos Mamani

Einer aktuellen Studie zufolge zeigten pakistanische Kinder, die 2005 nach einem Erdbeben nur drei Monate lang nicht in die Schule gehen konnten, vier Jahre später Anzeichen dafür, dass es ihnen an 1,5 Jahren Schulbildung mangelt. Schlimmer noch: Die Krise vertieft bereits bestehende Ungleichheiten. Im Gegensatz zu den Kindern, die das Glück haben, ihre Ausbildung online und an alternativen Orten fortsetzen zu können, sind die Ärmsten der Welt vom Lernen und von kostenlosen Schulspeisungen völlig ausgeschlossen. Ohne diese wichtige Nahrungsquelle sind 300 Millionen Jungen und Mädchen von Hunger bedroht.

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