Präsidentschaftswahl in Polen
Regierungsparteien im Hintertreffen: Putin hofft auf Dauerstreit dank PiS-Kandidat Nawrocki
Am Sonntag wählen die Polen ihren neuen Präsidenten. In die Stichwahl gehen der liberale Kandidat des Regierungslagers, Rafal Trzaskowski, und der parteilose Karol Nawrocki, gefeierter Star der Rechten und Rechtsextremen.
Führt mit hauchdünnem Vorsprung: der Ex-Boxer Karol Nawrocki, Favorit der rechtspopulistischen PiS Foto: AFP
Es ist erst acht Uhr morgens am Freitag, doch der Hauptplatz in Gorlice im Südosten Polens an der Grenze zur Slowakei ist gut besucht. „Ganz Polen ohne Rafal!“, skandiert die Menge. Gemeint ist Rafal Trzaskowski, der liberale Präsidentschaftskandidat und Warschauer Oberbürgermeister, ein verhasster Mann in der konservativen Kleinstadt. Vor allem ältere Bürger haben sich versammelt, aber auch viele Junge sind da. „Ja, wir werden siegen“, bestätigt kurz nach acht Karol Nawrocki, der gefeierte Star der polnischen Rechten und Rechtsextremen. „Diese Welle des breiten Widerstands, die Welle der Patrioten hält nichts auf!“, ruft Nawrocki in die jubelnde Menge.