Äthiopien
Regierung spricht von 500 Toten bei Militäroffensive in Tigray
Im zunehmend eskalierenden Bürgerkrieg in Äthiopien sind Tausende Menschen in den benachbarten Sudan geflohen. Analysten warnen bereits vor einem Konflikt, der die Region destabilisieren könnte.
Amhara-Milizen kämpfen aufseiten der äthiopischen Regierung gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray Foto: AFP/Eduardo Soteras
Während der andauernden Militäroffensive der äthiopischen Regierung gegen die Regierungspartei der Region Tigray sind nach Angaben von Addis Abeba Hunderte Menschen getötet worden. Der staatliche Sender Fana zitierte am Dienstag einen führenden Militärvertreter, der von 500 getöteten Mitgliedern der „Extremistengruppe“ sprach. Allerdings konnten diese Angaben nicht unabhängig nachgeprüft werden, da Tigray derzeit von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten ist und Internet- und telefonische Kommunikation kaum möglich ist.