Ceuta
Rechte „Retter“ finden keine Sympathien bei den Einwohnern der spanischen Exklave
Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten reisten Spaniens Rechtsextreme nach Ceuta, um sich als Verteidiger der Stadt zu inszenieren. Die Einwohner schickten sie zurück aufs Festland. Die Bilder aus der Exklave aber wirken längst über Spanien hinaus.
Einwohner demonstrieren gegen die Ankunft des rechtsextremen Politikers Alvise Pérez in Ceuta Foto: AFP
Sie waren in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gekommen, um sich als Verteidiger der bedrängten Grenzstadt zu präsentieren. Doch viele Einwohner der von marokkanischem Territorium umgebenen Stadt wollten von den selbst ernannten Rettern nichts wissen. „Raus mit den Faschisten aus unserer Stadt“, schallte es durch die Straßen. „Ceuta ja, Nazis nein.“
Besonders bemerkenswert: Unter denen, die sich den angereisten Rechtsextremen entgegenstellten, waren viele muslimische Spanier. Knapp die Hälfte der Bürger Ceutas ist muslimischen Glaubens. In der Stadt leben Christen und Muslime seit Jahrzehnten zusammen.