Großbritannien

Reagiert die Brexit-Insel auf die amerikanischen Zumutungen mit engerer Anbindung an die EU?

Häufiger werdende Besuche von Regierungsvertretern auf dem Kontinent, eine Unterhaus-Abstimmung zugunsten der Zollunion mit der EU – in Großbritannien gewinnt die Diskussion über die Annäherung der Brexit-Insel an den Kontinent an Fahrt.

Noch bleibt London pragmatisch: Der britische Premier Keir Starmer (2.v.l.) hatte Anfang der Woche den deutschen Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron (r.) zu einem Solidaritätstreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen

Noch bleibt London pragmatisch: Der britische Premier Keir Starmer (2.v.l.) hatte Anfang der Woche den deutschen Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron (r.) zu einem Solidaritätstreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen Foto: Adrian Dennis/Pool/AFP

Sehnen sich die Briten vor dem Hintergrund immer neuer Zumutungen durch die US-Administration von Donald Trump nach engerer, auch institutioneller Zusammenarbeit? In den Reaktionen der Londoner Medien auf die neue US-Sicherheitsstrategie wird nüchtern der Verlust des außenpolitischen Kernpartners der vergangenen Jahrzehnte analysiert. Da Washington in dem „America first“-Dokument die Insel und die EU als Einheit behandelt, da der Präsident in Medieninterviews ausdrücklich Großbritannien in seine rechtsradikalen Parolen einbezieht – muss dann nicht London seine geopolitische Lage neu bedenken? Der Nationalpopulist im Weißen Haus habe „die Pax Americana vergangene Woche beendet“, glaubt der Tory-Vordenker Lord Daniel Finkelstein. „Wir erleben die Gründung der Nach-Nachkriegswelt.“

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