Russland

Putin: „Der Westen hat den Krieg losgetreten“

Bei seiner Rede an die Nation wiederholt der russische Präsident Wladimir Putin seine Erzählung vom „beharrlich kämpfenden“ Russland gegen den „verlogenen Westen“ – und setzt den nuklearen Rüstungsvertrag mit den USA aus.

Man sollte sich nicht – und von niemandem – davon abhalten lassen, sinnvolle Dinge zu tun

Man sollte sich nicht – und von niemandem – davon abhalten lassen, sinnvolle Dinge zu tun Foto: AFP/Yuri Kadobnov

Zum Ende hin, nachdem die ersten Gäste im Moskauer Veranstaltungszentrum Gostiny Dwor bereits zu gähnen angefangen hatten, holt Russlands Präsident Wladimir Putin sie plötzlich aus dem Halbschlaf: Russland werde seine Teilnahme am New-Start-Abkommen aussetzen, sagt er in seiner Rede an die Nation. Ein definitiver Ausstieg aus dem nuklearen Rüstungsvertrag mit den USA sei das zwar nicht. Sollten die Amerikaner allerdings ihre Waffen testen, so werde Moskau in nichts nachstehen, so Putin. Der Vertrag begrenzt die Nuklear-Arsenale beider Länder auf je 800 Trägersysteme und 1.550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Erst 2021 war die Laufzeit des Abkommens um fünf Jahre verlängert worden. Nun zeigt Putin, dass ihm letztlich jedwede Zusammenarbeit mit den USA unwichtig erscheint. Sein Hauptanliegen ist die „Front“: Armee, Wirtschaft, Politik, Kirche, Bildung, Soziales, jeder Bereich in Russland soll mobilisiert werden. Nur die „echten Patrioten“ seien in einem „großzügigen, unverwüstlichen, starken Russland“ zu Hause.

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