Österreich

Prügelattacke gegen Juden-Vertreter: Serie von Angriffen auf Synagoge schreckt Politik spät auf

Eine Serie von Anschlägen auf die Grazer Synagoge, die Samstagabend in einem tätlichen Angriff auf den Präsidenten der jüdischen Gemeinde gipfelte, schreckt Österreich mit ein paar Tagen Verzögerung auf.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) äußerte sich „erschüttert“ – aber erst nach mehreren Tagen und mehreren Taten

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) äußerte sich „erschüttert“ – aber erst nach mehreren Tagen und mehreren Taten Foto: Herbert P. Oczeret/APA/dpa

Eigenhändig hatte der Grazer Nazi-Bürgermeister Julius Kaspar in der „Reichskristallnacht“ vom 9. zum 10. November 1938 die örtliche Synagoge in Brand gesetzt. Die 2.500 Juden wurden deportiert und Graz zur ersten „judenfreien“ Großstadt der Ostmark erklärt. Es dauerte lange bis zur bescheidenen Renaissance des Judentums in der steirischen Landeshauptstadt.

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