Serbien

Proteste nach Amoklauf-Tragödien gegen Gewalt – und gegen Vucic

Nach zwei blutigen Amokläufen fordert Serbiens Opposition den Lizenzentzug für gewaltverherrlichende TV-Sender aus dem Dunstkreis der regierenden SND. Staats- und Parteichef Aleksandar Vucic weist die ihm vorgeworfene Mitverantwortung für die zunehmende Gewalt zurück, aber schließt Neuwahlen nicht mehr aus.

„Rücktritt“ – gemeint ist offenbar Staatspräsident Aleksandar Vucic – fordert eine Teilnehmerin am Protestmarsch am Montag in Belgrad

„Rücktritt“ – gemeint ist offenbar Staatspräsident Aleksandar Vucic – fordert eine Teilnehmerin am Protestmarsch am Montag in Belgrad Foto: AFP/Andrej Isakovic

Die Trauer über die 17 Todesopfer ließ nach den Amokläufen in Serbien selbst die sonst so lautstarken Demonstranten verstummen. Ungewohnt still, ohne die üblichen Trillerpfeifen und nur mit wenigen Transparenten zogen Zehntausende Menschen zu Wochenbeginn in Belgrad, Novi Sad, Kragujevac und anderen Großstädten gegen die zunehmende Gewalt im Balkanstaat über die Straßen. Erst vor dem Regierungssitz in Belgrad skandierten aufgebrachte Demonstranten „Abtritt, Abtritt!“: „Vucic, hau ab!“

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Krieg in Nahost

Fragile Waffenruhe im Libanon erneut verlängert