Spanien

Proteste gegen Massentourismus auf Mallorca von Gewalt überschattet

Mallorca hat die größte Demonstration gegen den Massentourismus in seiner Geschichte erlebt – und am Ende einen Polizeieinsatz, dessen Bilder nun die Insel erschüttern.

Der Protestzug verlief weitestgehend friedlich ab

Der Protestzug verlief weitestgehend friedlich ab Foto: AFP/Jaime Reina

Nach einem stundenlang friedlichen Protestzug mit Zehntausenden Menschen kam es am Sonntagabend im Zentrum der Inselhauptstadt Palma zu Auseinandersetzungen. Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor. Mindestens acht Menschen wurden nach Angaben des Rettungsdienstes verletzt, ein Teilnehmer wurde festgenommen.

Videos und Fotos zeigen, wie Polizisten auf Demonstranten und offenbar ebenfalls auf Unbeteiligte einschlagen und mit Gummigeschossen in die Menge feuern. Augenzeugen zufolge wurden auch Touristen und Journalisten von Geschossen und Schlagstöcken getroffen. Ein junger Mann erlitt eine blutende Kopfverletzung. Spaniens Regierung kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an. Einige der Bilder seien „inakzeptabel“, erklärte der spanische Regierungsrepräsentant auf der Urlaubsinsel, Alfonso Rodríguez.

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