Boykott von Supermärkten in Schweden

Protest über steigende Preise bringt Regierung wie Konzerne in Bedrängnis

„Zu essen, ist ein Luxus geworden“, so ein Slogan von Annika Morina. Die berufstätige Mutter, wohnhaft nahe der Universitätsstadt Uppsala, ist Gesicht und Initiatorin eines landesweiten Boykotts der großen Supermarktketten aus Protest gegen die „ekligen Essenshochpreise“, wie es die 47-Jährige auf einem TikTok-Video formuliert.

Der aktuelle Protest über hohe Preise in Schweden inspiriert sich an einer Boykottbewegung in den Balkanstaaten

Der aktuelle Protest über hohe Preise in Schweden inspiriert sich an einer Boykottbewegung in den Balkanstaaten Foto: AFP/Ina Fassbender

Das Fass zum Überlaufen brachte angeblich das Tomatenpüree im Supermarkt, das im Februar auf einen Schlag um die Hälfte teurer wurde. Morina rief zum großen Einkaufsverzicht für die Woche zwischen dem 17. und 23. März auf, in dieser Zeit sollten kleine Lebensmittelläden besucht werden. Das Video mit dem Aufruf der energischen Schwedin traf einen Nerv – es verbreitete sich rasch in den sozialen Medien, Facebook-Gruppen und sogenannte Influencer unterstützten die Konsum-Verweigerung.

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