Großbritannien
Premier Burnham bricht Diskussion über die Rückkehr in die EU vom Zaun
Nach der fast vierwöchigen Pause durch die herbstlichen Parteitage gab es am Montag im britischen Unterhaus viel zu besprechen: die jüngsten Umfragen, die neuesten Ideen von Donald Trump, die erneut angestiegene Zinslast des Staates.
Premierminister Burnham hat für sein Vorhaben, die Beziehungen zur EU zu verbessern, eine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich Foto: AFP
Die Tagesordnung aber bestimmte Andy Burnham mit einer Absichtserklärung zur Europapolitik. Die Brexit-Insel müsse ihr Verhältnis zur EU verbessern, „alles andere wäre eine erhebliche Vernachlässigung unserer Pflicht“, sagte der Premierminister am späten Nachmittag. Im Parlament solle darüber „ruhig und nüchtern“ gesprochen werden.
Das mögen all jene, welche die jahrelangen erbitterten Debatten noch im Ohr haben, für einen allzu frommen Wunsch halten. Immerhin scheint Burnham die Öffentlichkeit mehrheitlich hinter sich zu haben. Eine jüngste Erhebung der Firma YouGov ergab: 59 Prozent der Befragten wünschen sich eine Rückkehr in den Brüsseler Klub („Rejoin“), allen Warnungen jener zum Trotz, die auf die Fortentwicklung der EU seit dem britischen Austritt hinweisen.