Italien
Postfaschistische Regierungschefin Giorgia Meloni 100 Tage im Amt
Die ersten 100 Tage der rechtspopulistischen Regierung unter Giorgia Meloni sind vergangen, ohne dass die Befürchtungen vor neu installiertem Neofaschismus in Erfüllung gingen. Meloni setzt in vielem den Draghi-Kurs fort und setzt dennoch eigene Akzente. Der Rechtsruck ist eher latent spürbar.
Der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel zu Besuch bei der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni im Chigi-Palast: Bis jetzt sind offenbar alle zufrieden Foto: AFP/Alberto Pizzoli
Nach dem Rücktritt der Interimsregierung Mario Draghis hatte nicht nur Italien, sondern auch die europäischen Partner mit einem geradezu faschistoiden Rechtsruck gerechnet. Giorgia Meloni, Führerin der postfaschistischen Fratelli D’Italia, stand in den Augen der Beobachter für eine Wiederbelebung der Vergangenheit.