Proteste in Indonesien

Polizei überfährt Essenslieferanten – Demonstranten setzen Parlamentsgebäude in Brand

Ein brennendes Parlamentsgebäude, wütende Demonstrierende und ein toter Lieferfahrer – Indonesien erlebt eine seiner schwersten Protestwellen seit Jahren. Die Unruhen stellen Präsident Prabowo Subianto nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt vor eine erste große Bewährungsprobe.

Demonstranten fahren mit Motorrädern vor einem Polizeihauptquartier vorbei, das während der Proteste in Surabaya am 31. August niedergebrannt und geplündert wurde

Demonstranten fahren mit Motorrädern vor einem Polizeihauptquartier vorbei, das während der Proteste in Surabaya am 31. August niedergebrannt und geplündert wurde Foto: AFP/Juni Kriswanto

Bei schweren Ausschreitungen in Indonesien sind drei Menschen ums Leben gekommen und fünf weitere verletzt worden. Demonstrierende hatten am Freitagabend in Makassar, der Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi, ein Regionalparlamentsgebäude in Brand gesetzt. Das teilten die Behörden am Samstag mit. Zwei Verletzte sprangen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde aus dem brennenden Gebäude, die Todesopfer sollen laut der Nachrichtenagentur Antara in den Flammen eingeschlossen gewesen sein. Der Vorfall markiert den bisherigen Höhepunkt einer landesweiten Protestwelle – und stellt die erste große Bewährungsprobe für Präsident Prabowo Subianto dar, der erst im Oktober 2024 die Nachfolge von Joko Widodo angetreten hat.

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