Standpunkt

Politikwissenschaftler Mark Leonard über die schmutzigen Tricks des Donald Trump

Mark Leonard ist Direktor des Thinktanks European Council on Foreign Relations. Und er ist Brite. Deswegen, so meint er, ist er um einiges nervöser als seine amerikanischen Freunde, wenn es um den Vorsprung von Joe Biden geht. Schließlich hat er den Brexit miterlebt. Jetzt schaut er Donald Trump auf die Finger – und entdeckt bekannte Muster. 

Donald Trump in Kenosha, dem neuen Zentrum der Proteste in den USA: Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, die Gewalt anzuheizen 

Donald Trump in Kenosha, dem neuen Zentrum der Proteste in den USA: Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, die Gewalt anzuheizen  Foto: AFP/Mandel Nghan

Der November rückt näher und ich spüre meine wachsende Nervosität angesichts der US-Präsidentschaftswahlen. Während meine amerikanischen Freunde den Vorsprung von Joe Biden in Meinungsumfragen gegenüber dem amtierenden Präsidenten Donald Trump im Blick haben und zutiefst an die Fähigkeit der US-Demokratie zur Selbsterneuerung glauben, bin ich aus meiner eigenen Perspektive als britischer Staatsbürger und Direktor eines Thinktanks beunruhigt.

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