Studie zur deutschen Einheit
Ostdeutschland holt wirtschaftlich seit fünf Jahren nicht mehr auf
Die wirtschaftliche Angleichung zwischen Ost und West steckt fest: Seit fünf Jahren verharrt Ostdeutschland bei knapp 80 Prozent des Westniveaus, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.
Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, begrüßt auf der Neptun-Werft Azubis, bevor sie über einen neuen Großauftrag für die Werft informiert. Es gibt auch wirtschaftliche Erfolgsmeldungen in Ostdeutschland. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Die ostdeutsche Wirtschaft hinkt der im Westen auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung hinterher: Die Angleichung steckt fest, wie eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Seit fünf Jahren verharrt demnach Ostdeutschland bei knapp 80 Prozent des Westniveaus, 2025 erreichten die fünf ostdeutschen Flächenländer knapp 79 Prozent der westdeutschen Wirtschaftsleistung, nach gut 78 Prozent im Vorjahr. Das zeigen neue Zahlen aus dem aktuellen IW-Einheitsindex, der den Aufholprozess seit 1990 abbildet.
Der Index des industrienahen Instituts berücksichtigt neben der Wirtschaftsleistung je Einwohner die Produktivitätsentwicklung, den Kapitalstock der Wirtschaft, den Anteil Hochqualifizierter bei Forschung und Entwicklung, die Erwerbsbeteiligung sowie die Arbeitslosen- und Selbstständigenquote.