Russland

Ohne Russisch keine Schule: Neues Gesetz stellt Migrantenkinder vor große Probleme

Ein neues Gesetz in Russland schließt Kinder von Arbeitsmigranten, die „nicht genügend“ Russisch können, von russischen Staatsschulen aus. Ein Hilfsprojekt im Moskauer Umland kämpft für die jungen Mitgebrachten.

Die Folklore-Lehrerin Anna Orlowa leitet das Projekt „Wanderkinder“, das an einer Privatschule im Moskauer Umland Kindern aus Zentralasien Russisch-Unterricht gibt. An einem Samstag im Dezember übt sie mit Sechs- bis Achtjährigen russische Volkslieder. 

Die Folklore-Lehrerin Anna Orlowa leitet das Projekt „Wanderkinder“, das an einer Privatschule im Moskauer Umland Kindern aus Zentralasien Russisch-Unterricht gibt. An einem Samstag im Dezember übt sie mit Sechs- bis Achtjährigen russische Volkslieder.  Foto: Inna Hartwich

Als Anna Orlowa ihre Balalaika auspackt und die ersten Töne erklingen, singen die fünf Kinder um sie herum lauthals mit. Der achtjährige Alidschon schlägt dabei begeistert aufs Tamburin, die sechsjährige Amina bewegt zwei Maracas hin und her. Ihr „Im Wald da wuchs ein Tannenbaum“, das russische Neujahrslied schlechthin, hallt durch die engen Gänge, selbst der Wachmann am Eingang grinst. Winterfeiertagsstimmung in der Schule „Arche des 21. Jahrhunderts“ im Moskauer Vorort Krasnogorsk. Draußen schneit es ununterbrochen.

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