USA
Neue Forschungsergebnisse: Corona-Infektion könnte durch Cannabis geheilt werden
Weltweit suchen Forscher zurzeit nach Heilmitteln gegen Covid-19. In den USA, Kanada und Israel versuchen Wissenschaftler, das Coronavirus mit medizinischem Cannabis zu bekämpfen. Jetzt veröffentlichte Studien geben Mut zur Hoffnung und können kleine Erfolge vermelden.
Der Hanf muss durch den Mund aufgenommen werden, damit die Cannabinoidsäuren ihre Wirkung entfalten können Foto: Fabian Sommer/dpa
Die Suche nach einem Heilmittel gegen das Coronavirus läuft weltweit auf Hochtouren. Bislang eher mit mittelmäßigem Erfolg. Einen ersten Etappensieg konnten amerikanische Wissenschaftler der Oregon State University und der Oregon Health & Science University nun erringen: Sie setzten Hanf gegen das Virus ein und fanden heraus, dass die Cannabinoidsäuren den Zugang der Coronaviren zu den Zellen blockieren und somit vor einer Ansteckung schützen. Die in Cannabis enthaltene Cannabigerolsäure (CBGA) sowie die Cannabidiolsäure (CBDA) sollen das Eindringen von Covid-19-Erregern in die Zellen verhindern. Dem Forschungsteam nach binden die Säuren das Spike-Protein an sich und verhindern so den Zelleintritt. Die gängigen Vakzine von Pfizer und Moderna funktionieren auf ganz ähnliche Art und Weise. Im Gegensatz zum Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) sind die Säuren CBGA und CBDA nicht psychoaktiv.