Österreich

Neue Chance: ÖVP und SPÖ holen die Liberalen wieder an Bord

Die Anfang Jänner gescheiterte „Zuckerl-Koalition“ aus ÖVP, SPÖ und NEOS soll nun in einem zweiten Anlauf doch noch zustande kommen. Süßes hat sie aber nicht zu verteilen.

ÖVP-Chef Christian Stocker versucht noch einmal, mit SPÖ und NEOS eine Regierung zu bilden

ÖVP-Chef Christian Stocker versucht noch einmal, mit SPÖ und NEOS eine Regierung zu bilden Foto: AFP/Joe Klamar

Nach Neujahr hatten die Liberalen hingeschmissen: Mit mangelndem Reformwillen von Christ- und Sozialdemokraten begründete NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger das Aus für das von Journalisten „Zuckerl-Koalition“ getaufte Dreierbündnis. ÖVP und SPÖ setzten ihre Verhandlungen noch ein paar Tage fort, ehe auch diese Variante scheiterte, weil die Türkisen der rechtspopulistischen Versuchung erlagen. Der europaweit mit Rechtsextremisten verbandelte FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte schon einen Fuß in der Tür zum Kanzleramt, ehe die ÖVP nicht zuletzt auch wegen des negativen Echos selbst von ihren europäischen Schwesterparteien die Reißleine zog. Bundeskanzler Karl Nehammer hatte schon davor – sein „Niemals-mit-Kickl“-Wahlversprechen einhaltend – das Handtuch geworfen. Sein Nachfolger an der ÖVP-Spitze, Christian Stocker, wechselte nach dem Platzen der Verhandlungen mit Kickl wieder zurück zu den Genossen.

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