Bosnien-Herzegowina

Neu-Bürgermeisterin Benjamina Karic will in Sarajevo Zeichen der Aussöhnung setzen

Weltoffen, klug und jung: Sarajevos Oberbürgermeisterin Benjamina Karic will ausgerechnet im zerrissenen Vielvölkerstaat Bosnien und Herzegowina den multikulturellen Neuaufbruch wagen. Die 30-jährige Sozialdemokratin streitet gegen Korruption – und für eine neue politische Kultur.

Vergangene Woche wurde in Sarajevo gegen die bosnische Regierung demonstriert: Die Menschen im Land wollen einen politischen Wandel

Vergangene Woche wurde in Sarajevo gegen die bosnische Regierung demonstriert: Die Menschen im Land wollen einen politischen Wandel Foto: AFP/Elvis Barukcic

Neue Besen fegen anders. Als erste Amtshandlung hat sich Sarajevos neue Oberbürgermeisterin Benjamina Karic in dieser Woche von ihrer von ihrem Vorgänger widerrechtlich angeschafften Dienstlimousine getrennt. Sie habe Anweisung erteilt, „den schwarzen Passat zu verkaufen“, und werde bei Bedarf eben ein anderes verfügbares Fahrzeug des kommunalen Fuhrparks nutzen, ließ die 30-jährige Sozialdemokratin wissen: „Wir werden uns ohnehin alle auf der Straße sehen.“

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