Russland

Nawalny-Verbündete gewinnen bei Regionalwahlen

Der Opposition ist bei den Regionalwahlen in Russland ein symbolischer Sieg gelungen: In Tomsk, wo mutmaßlich der Giftanschlag auf Alexej Nawalny verübt wurde, konnten sich laut vorläufigen Wahlergebnissen vom Montag zwei Verbündete des Kreml-Kritikers durchsetzen. Landesweit betrachtet rechnet der Chef der Regierungspartei Geeintes Russland mit einem Wahlsieg seiner Partei. Derweil bestätigten Labore in Frankreich und Schweden die deutschen Befunde zu Nawalnys Vergiftung.

Sergej Boiko, Leiter von Nawalnys Anti-Korruptions-Organisation in Nowosibirsk, wurde daselbst in den Stadtrat gewählt

Sergej Boiko, Leiter von Nawalnys Anti-Korruptions-Organisation in Nowosibirsk, wurde daselbst in den Stadtrat gewählt Foto: Alexander Nemenov/AFP

Im sibirischen Tomsk, wo Nawalny Ende August mutmaßlich vergiftet worden war, gewannen die ihm nahestehenden Politiker Xenja Fadejewa und Andrej Fatejew in zwei Wahlbezirken die meisten Stimmen und zogen in den Stadtrat ein. „Ich denke, jeder wird verstehen, dass es eine Frage des Prinzips war, in Tomsk zu gewinnen, nach dem, was dort passiert ist“, schrieb Fadejewa im Onlinedienst Twitter.

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