Deutschland
Nach Wahlerfolgen der AfD: Alice Weidel, Hitler und die Machtfrage im Osten
Die AfD sieht sich nach Wahlerfolgen in Ostdeutschland als neue Volkspartei. Sie attackiert die CDU – Ziel ist das Ende der Brandmauer. Sachsen-Anhalt könnte zum Testfall werden.
Sie betreibt wieder Geschichtsklitterung: die rechtsextreme AfD-Chefin Alice Weidel Foto: Ralf Hirschberger/AFP
In Sachsen-Anhalt arbeitet die AfD nach dem Sieg bei der Landtagswahl daran, bis Weihnachten eine Regierung zu bilden. In Mecklenburg-Vorpommern gewann sie am Sonntag die Landtagswahl; in Berlin konnte die AfD bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus ihren Stimmenanteil fast verdoppeln. Die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie der Wahlsieger aus dem Nordosten, Leif-Erik Holm, und die Berliner Spitzenkandidatin Kristin Brinker präsentieren sich am Montag vor der Hauptstadtpresse daher als neue „Volkspartei“ und „bürgerlich-konservative Kraft“.
Doch dann kommt die Sprache auf Adolf Hitler – und Weidel wiederholt eine provokante These aus dem Bundestagswahlkampf. Auf Nachfrage eines Journalisten sagt sie: „Adolf Hitler hat eine völlig linksgerichtete Politik gemacht. Er war ein Linksradikaler, Linksextremist.“ Sie fügt hinzu: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, dann wird er sich nicht Faschismus nennen, sondern Antifaschismus.“