Justiz-Ikone

Nach Tod von Justiz-Ikone Ginsburg drohen Amerika neue Turbulenzen

Inmitten des Wahlkampfs ums Weiße Haus hat sich die US-Politik nicht viel Zeit genommen, um die Justiz-Ikone Ruth Bader Ginsburg zu betrauern. Präsident Trump will schnell die Nachfolge regeln, die Demokraten erwägen für diesen Fall einen umstrittenen Konter.

Nach der Bekanntgabe des Todes der Richterin am Obersten Gericht der USA Ruth Bader Ginsburg kamen Hunderte von Menschen gleichzeitig zum Obersten Gerichtshofs der USA, um ihren Respekt zu bekunden. Ginsburg soll die Rollen von Männern und Frauen in der Gesellschaft verändert haben. Die amerikanische Justiz-Ikone ist nun im Alter von 87 Jahren gestorben.

Nach der Bekanntgabe des Todes der Richterin am Obersten Gericht der USA Ruth Bader Ginsburg kamen Hunderte von Menschen gleichzeitig zum Obersten Gerichtshofs der USA, um ihren Respekt zu bekunden. Ginsburg soll die Rollen von Männern und Frauen in der Gesellschaft verändert haben. Die amerikanische Justiz-Ikone ist nun im Alter von 87 Jahren gestorben. Foto: Essdras M. Suarez/ZUMA Wire/dpa

Der Tod der US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg keine 50 Tage vor der Präsidentenwahl kann Amerika einschneidend verändern. Von den neun Sitzen im Obersten Gericht der USA werden jetzt nur noch drei von Liberalen gehalten. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt. In einem ersten Schritt bedeutet das bereits, dass kurz nach der Präsidentenwahl im November mit großer Wahrscheinlichkeit die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama gekippt werden könnte. Selbst wenn der Supreme Court mit vier zu vier Stimmen uneins sein sollte, bliebe die Entscheidung der unteren Instanz in Kraft, die „Obamacare“ für ungültig erklärt hatte.

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