Billigweizen
Nach Polen und Ungarn erwägt auch Bulgarien ein Importverbot für ukrainische Agrarprodukte
Die Aufhebung der EU-Importzölle sollte den Weizenexporteuren der Ukraine eine Alternative zum zeitweise blockierten Seeweg zu ihren Märkten in Afrika und im Nahen Osten sichern. Doch den Landwirten in allen Nachbarstaaten macht der Preisverfall durch ukrainischen Billigweizen zunehmend zu schaffen.
In Rumänien demonstrierten unlängst Bauern vor der Vertretung der EU-Kommission in Bukarest, um auf ihre Lage wegen der Billigimporte aus der Ukraine aufmerksam zu machen Foto: Daniel Mihailescu/AFP
Der Ukrainekrieg hat die nationalpopulistischen Machthaber in Polen und Ungarn entzweit. Nun haben dessen Auswirkungen die kremlkritische Regierung in Warschau und das russophile Kabinett in Budapest zumindest zeitweise wieder vereint. Wenige Stunden nach Polen kündigte am Wochenende auch Ungarn einen Importstopp für Weizen, Sonnenblumenkerne und andere Agrarprodukte aus der Ukraine an.