Österreich

Nach Grazer Amoklauf: Debatte um lasches Waffenrecht und Angst vor Trittbrettfahrern

Auf den Amoklauf an einer Grazer Schule folgt in Österreich eine heftige Debatte über eine Verschärfung des Waffengesetzes – bis hin zu einem totalen Verbot für Privatpersonen.

Trauer- und Beileidsbekundungen vor der Schule in Graz

Trauer- und Beileidsbekundungen vor der Schule in Graz Foto: Erwin Scheriau/APA/AFP

Die Regierungsparteien halten sich noch sehr zurück. Zum einen aus Pietätsgründen, zum anderen wohl auch aus taktischem Kalkül beteiligen sich ÖVP, SPÖ und NEOS vorerst nicht an der Debatte, welche die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr noch am Tag des Grauens angestoßen hat. Wenige Stunden, nachdem der 21-jährige Artur A. in einem Grazer Oberstufengymnasium am Dienstag zehn Menschen und danach sich selbst erschossen hatte, war die Kommunistin für ein totales Waffenverbot eingetreten. Außer der Exekutive müsse niemand in Österreich Schusswaffen haben, findet Kahr. Die Grünen sehen das ähnlich. Auch sie befürworten ein Schusswaffenverbot für Privatpersonen, während die FPÖ eine Verschärfung des Waffengesetzes rundweg ablehnt.

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