Syrien
Nach Assads Sturz steht die Region vor Veränderungen
14 Jahre lang unterdrückte Baschar al-Assad die Revolte in Syrien mit brutaler Gewalt. Doch dann dauerte es nur elf Tage, bis islamistische Rebellen den Machthaber stürzten. Das Ende von mehr als fünf Jahrzehnten unter Assad-Herrschaft bedeutet nicht nur einen Neuanfang für Syrien. In der gesamten Region ordnen sich die Machtverhältnisse neu – mit offenem Ausgang.
Das Assad-Regime ist gestürzt: Eine Büste von Hafez al-Assad, dem Vater von Baschar al-Assad, liegt vor dem Verteidigungsministerium in Damaskus Foto: Louai Beshara/AFP
„Als Hauptunterstützer der Rebellen ist die Türkei der große regionale Gewinner“, sagt Paul Salem vom Thinktank Middle East Institute. Der Sieg der Assad-Gegner bedeute für Ankara auch „die Verantwortung, Teil eines erfolgreichen Übergangs zu sein“. Die Türkei sei bereit, „Sicherheit zu garantieren“ und „Syriens Wunden zu heilen“, versprach der türkische Außenminister Hakan Fidan und forderte einen „reibungslosen Machtwechsel“.